Zehn Gründe mit NEIN zu stimmen:


1. Sanierungsfähigkeit des Rathausanbaus von
Fachleuten bestätigt
Eine Sanierung würde das Stadtbild erhalten bei
weniger als die Hälfte der Neubaukosten. Der
Stadtrat hat ohne Bürgerbeteiligung den Abriss
beschlossen.

2. Kein zusätzlicher Raumbedarf
Die Stadtverwaltung weigert sich, den Bürgern einen
Flächennutzungsplan vorzulegen. Laut Studie sind
die beiden obersten Neubauetagen für einen luxuriösen
Ratssaal mit Fraktionsräumen vorgesehen.
3. Geschätzte Neubaukosten für Luxusrathaus
ca. 25,00 Mio EUR€
Die Stadtverwaltung hat die Baukosten für Variante

3 auf Basis 2013 einschließlich Fremdfinanzierung
mit 19,8 Mio EUR angegeben. Bei einer angenommenen
Planungs- und Bauphase von jeweils 24
Monaten zuzüglich einer Reserve für Unvorhergesehenes
wie in den letzten Jahren bei Brühler Bauprojekten
üblich sowie für laut Studie nicht berücksichtigte
Kosten, muss mit realistischen Baukosten von
25,00 Mio EUR gerechnet werden.

4. Raumbedarf für Bibliothek unrealistisch
Trotz der allgemein spürbaren Auswirkungen
veränderter Lesegewohnheiten durch elektronische
Medien auf die Bibiotheken will die Stadtverwaltung
die Fläche mehr als verdoppeln. Dies verursacht
unnötige Bau- und Betriebskosten. Der jetzige
Standort ist verkehrstechnisch optimal. Außerdem
verfolgt die Leitung der Bibliothek inzwischen ein
begrüßenswertes Zweigstellenkonzept.

5. Großbaustelle im Zentrum
Eine Großbaustelle im Zentrum der Stadt für die
Dauer von zwei Jahren ist für die Bürger eine
Zumutung und für den angrenzenden Einzelhandel
tödlich. Hinzukommt der Wegfall der Parkplätze
auf dem Janshof sowie die Verkehrsbehinderungen
durch den Baustellenverkehr über die enge
Uhlstrasse.

6. Neubaukosten müssen zu 100 % mit
Schulden finanziert werden
Die Stadt Brühl hat bereits in den letzten Jahren
zur Vermeidung eines Nothaushalts auf breiter
Front Gebühren (z. B. Kita‘s, Musikschule) erhöht.
Die Grundsteuer B wurde um 33% angehoben.
Davon sind alle Bürger ob Mieter oder Eigentümer
betroffen.

7. Stadtwerke und Gebausie finanzieren
städtischen Haushalt
Zur Deckung der Haushaltslücken werden die
Gewinne der Gebausie und der Stadtwerke abgezogen.
Im letzten Jahr wurde sogar auf die Rücklagen
der Stadtwerke zugegriffen. Dadurch werden
Investitionen in den Wohnungsbau verhindert. Von
den stark gefallenen Öl- und Gaspreisen kommt bei
den Bürgern nichts an.

8. Weitere Gebühren- und Steuererhöhungen
unvermeidbar
Die Stadt Brühl steht kurz vor einem Nothaushalt.
Ein Neubau würde ab Fertigstellung jährliche
Fehlbeträge verursachen. Weitere Gebühren- und
Steuererhöhungen
wären damit nicht zu vermeiden.

9. Verschiebung wichtiger Projekte
Nach den Vorstellungen des Stadtrats würden
wichtige Projekte (z. B. Feuerwache, angemessene
Unterkünfte für Flüchtlinge, Straßen- und Schulensanierung)
zugunsten eines Luxusrathauses
zurückgestellt.

10. Verunstaltung des Stadtbilds durch eine
willkürliche Bausünde
Entgegen dem Trend in anderen Kommunen zu
offenen Strassen und Plätzen mit Außengastronomie
verfolgt der Stadtrat durch eine „mittelalterliche
Gassenbildung“ (Studie S. 64) ein gegenteiliges
Konzept. Die Innenstadt würde durch eine weitere
Bausünde an Attraktivität verlieren.

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